Ausgabe Oktober 2026Musik · Kino · Alltag

Kino & Serien

Kino und Serien: Musikfilme, Soundtracks und Filme, die nachhallen

Diese Rubrik beschäftigt sich mit Filmen und Serien, in denen Musik mehr ist als Hintergrund: Spielfilme über Bands, Biopics über Musikerinnen und Musiker, Konzertfilme, Dokumentationen, Titelmelodien und Songauswahlen, die man noch Jahre später im Ohr hat. Sechs Artikel bilden den Anfang, vom großen Überblick bis zum einzelnen Soundtrack.

6 Min. Lesezeit

AI Leerer Kinosaal mit dunkelgrünen Samtsitzen, leuchtender Leinwand und dem Lichtstrahl des Projektors (mit AI erstelltes Bild)
Leerer Kinosaal · Mit AI erstelltes Bild · KI-Hinweis

Sechs ArtikelDas Programm

Liste · 8 Min.Beste Musikfilme: 80er, Klassiker und NetflixDie besten Musikfilme aller Zeiten: von Saturday Night Fever und Musikfilmen der 80er bis Whiplash und Netflix, mit Regie, Jahr und der Rolle der Musik.Weiterlesen
Liste · 8 Min.Filme über Musiker und Bands: beste BiopicsFilme über Musiker und Bands: von Amadeus und Control bis Rocketman, dazu Biopics von Netflix wie Maestro: Regie, Jahr und dem, was jeder Film weglässt.Weiterlesen
Soundtrack · 5 Min.Juno Soundtrack: alle Songs und die GeschichteDer Juno Soundtrack mit allen 19 Titeln: Kimya Dawson, The Moldy Peaches, Belle & Sebastian, Cat Power, Platz 1 der Billboard 200 und ein Grammy 2009.Weiterlesen
Liste · 6 Min.Konzertfilme: die besten Konzerte im KinoKonzertfilme von Monterey Pop und Woodstock über The Last Waltz und Stop Making Sense bis Summer of Soul: Regie, Jahr und wieso sie bis heute fesseln.Weiterlesen
Liste · 8 Min.Beste Musikdokumentationen: Kino und NetflixDie besten Musikdokumentationen von Don't Look Back bis Get Back: Bands, Szenen und Archivfunde, dazu Filme von Netflix, Arte und zwei deutsche Titel.Weiterlesen
Liste · 7 Min.Die besten Serien Soundtracks: 80er bis heuteDie besten Serien Soundtracks von Miami Vice und Twin Peaks aus den 80ern über The O.C. bis Dark: bekannte Titelmelodien, die Songauswahl und ihr Stil.Weiterlesen

Der Name dieses Magazins kommt aus der Musik. „Komakino“ ist eine Single von Joy Division aus dem Juni 1980, auf Factory Records als biegsame Flexi-Disc gepresst und in Plattenläden verschenkt. Das frühere Fanzine KOMAKINO trug den Titel von 2005 an, schrieb aber fast nur über Bands. Dass Kino und Musik in diesem Magazin eine gemeinsame Rubrik haben, liegt nahe: Ein guter Film über eine Band erzählt oft mehr über eine Szene als jede Diskografie, und eine gute Serie kann einen vergessenen Song in eine zweite Karriere schicken.

Die Auswahl in dieser Rubrik folgt keiner Chartlogik. Sie mischt Klassiker aus den 70ern mit Filmen, die gerade erst ein paar Jahre alt sind, amerikanische Studioproduktionen mit britischen Indie-Filmen und einer deutschen Serie. Jeder Eintrag nennt Regie, Jahr und das, was die Musik im Film tatsächlich tut. Bewertet wird, ob ein Film auch dann noch trägt, wenn man die Lieder schon kennt.

Ein Film verbindet beide Seiten besonders eng. „Control“ von Anton Corbijn aus dem Jahr 2007 erzählt vom Joy-Division-Sänger Ian Curtis. Corbijn hatte die Band Ende der 70er fotografiert, drehte in Farbe und zeigt den Film in Schwarzweiß. Bei der Premiere in Cannes im Mai 2007 gewann er mehrere Preise in der Nebenreihe Quinzaine des Réalisateurs. Wer nicht weiß, wo er in dieser Rubrik anfangen soll, kann mit diesem Film beginnen.

Die besten Musikfilme

Der längste Artikel der Rubrik ist eine Liste: die besten Musikfilme aller Zeiten, sortiert nach Jahrzehnten. Sie beginnt mit „Saturday Night Fever“ und „Quadrophenia“, zwei Filmen aus den späten 70ern, die beide eher von jungen Leuten handeln als von Musikern. Die 80er sind mit „The Blues Brothers“, „This Is Spinal Tap“, „Purple Rain“ und „Dirty Dancing“ vertreten, also mit Komödie, Mockumentary, Rockstar-Film und Tanzfilm.

Aus den Jahren um 2000 stehen „Almost Famous“, „24 Hour Party People“ und „Once“ auf der Liste. Der letzte Film ist eine kleine Produktion aus Dublin, deren Song „Falling Slowly“ einen Oscar gewann. Den Abschluss bilden „Inside Llewyn Davis“ der Coen-Brüder, „Whiplash“ und das Netflix-Musical „tick, tick... BOOM!“. Wer nur einen Abend Zeit hat, findet dort für jedes Jahrzehnt einen Vorschlag.

AI Vorführraum eines Kinos mit leuchtendem Projektorfenster und Filmrollen in Grün und Bernstein (mit AI erstelltes Bild)
Im Vorführraum · Mit AI erstelltes Bild · KI-Hinweis

Serien mit Soundtrack

Serien haben einen Vorteil gegenüber dem Kino: Sie haben Zeit. Eine Titelmelodie läuft über Jahre jede Woche, und ein Music Supervisor kann über viele Staffeln einen eigenen Geschmack aufbauen. Der Artikel über Serien-Soundtracks beginnt bei „Miami Vice“, dessen Titelmusik von Jan Hammer 1985 die Spitze der amerikanischen Charts erreichte, und bei „Twin Peaks“ mit der Musik von Angelo Badalamenti.

Danach geht es um „The Sopranos“, „Gilmore Girls“, „The O.C.“, „Six Feet Under“ und „The Wire“, deren Titelsong in jeder Staffel von anderen Musikern gesungen wird. Zwei Produktionen aus Deutschland gehören dazu: „Dark“ mit dem Apparat-Song „Goodbye“ und „Babylon Berlin“. Auch eine Band aus dem früheren Fanzine taucht auf, denn „Hello Sunshine“ von den Super Furry Animals lief in „The O.C.“.

Filme über Musiker

Biopics sind ein eigenes Genre mit eigenen Problemen. Ein Leben passt nicht in zwei Stunden, und die Nachlassverwalter der Porträtierten reden fast immer mit. Der Artikel über Filme über Musiker und Bands stellt Klassiker wie „Amadeus“ und „Coal Miner's Daughter“ neben Bandfilme wie „Control“ über Ian Curtis, den Sänger von Joy Division, und „Straight Outta Compton“ über N.W.A.

Neuere Biopics wie „Rocketman“ und „A Complete Unknown“ kommen ebenso vor wie drei Produktionen von Netflix: „Ma Rainey's Black Bottom“, „The Dirt“ und „Maestro“ über Leonard Bernstein. Ein eigener Abschnitt fragt, was in diesen Filmen fehlt, weil es fehlen muss.

AI Kinofoyer mit Popcornmaschine, Absperrkordeln und rotem Neonlicht (mit AI erstelltes Bild)
Kinofoyer · Mit AI erstelltes Bild · KI-Hinweis

Konzertfilme

Ein Konzertfilm hat kein Drehbuch, aber er hat einen Schnitt, und der entscheidet fast alles. Der Artikel über Konzertfilme reicht von „Monterey Pop“ (1968) und „Woodstock“ über „The Last Waltz“ von Martin Scorsese bis zu „Stop Making Sense“, den Jonathan Demme an vier Abenden im Dezember 1983 im Pantages Theatre in Hollywood drehte.

Am anderen Ende stehen Filme wie „Homecoming“ von Beyoncé und der Film zur Eras Tour von Taylor Swift, der 2023 in die Kinos kam. Dazwischen liegt „Summer of Soul“, ein Film aus Aufnahmen von 1969, die ein halbes Jahrhundert lang kaum jemand gesehen hatte.

Musikdokumentationen

Wo der Konzertfilm bei der Bühne bleibt, geht die Dokumentation in den Tourbus, ins Studio und ins Archiv. Der Artikel über Musikdokumentationen beginnt mit „Don't Look Back“, D. A. Pennebakers Film über Bob Dylans England-Tournee 1965, und reicht über „Buena Vista Social Club“ und „Some Kind of Monster“ bis zu „The Beatles: Get Back“ von Peter Jackson.

Dazu kommen Filme über Stimmen, die beinahe verloren gingen, wie „Searching for Sugar Man“, zwei deutsche Produktionen, „Rhythm Is It!“ und „B-Movie“ über West-Berlin in den 80ern, sowie ein Blick auf Netflix und Arte. Auch „Meet Me in the Bathroom“ steht dort, ein Film über die New Yorker Indie-Szene der Jahre kurz vor dem Start des früheren Fanzines.

Der Juno-Soundtrack

Ein einzelner Soundtrack bekommt einen eigenen Artikel, und das hat mit einer Songwriterin aus der Musik-Rubrik zu tun. Das frühere Fanzine KOMAKINO führte Mitte der 2000er ein Interview mit Kimya Dawson. Wenig später lief ihre Musik durch „Juno“ von Jason Reitman, und das Album zum Film erreichte in seiner dritten Verkaufswoche Platz 1 der Billboard 200.

Der Juno-Soundtrack ist hier mit allen 19 Titeln aufgeführt, von Barry Louis Polisar bis zur Duettversion von „Anyone Else but You“ mit Michael Cera und Elliot Page. Dazu kommt die Frage, wie eine Sammlung von Lo-Fi-Liedern an die Spitze der Charts gelangen konnte.

Häufige Fragen

Worin unterscheiden sich Konzertfilme und Musikdokumentationen?

Ein Konzertfilm bleibt bei der Bühne und zeigt, was dort passiert, wie „Stop Making Sense“ oder „The Last Waltz“. Eine Musikdokumentation geht dahinter, in den Tourbus, ins Studio und zu den Menschen, wie „Don't Look Back“ oder „Searching for Sugar Man“.

Welche Musikfilme eignen sich für den Einstieg?

Die Liste der besten Musikfilme ist nach Jahrzehnten sortiert, damit sich für jeden Geschmack ein Startpunkt findet. Häufig empfohlen werden „Almost Famous“, „Once“ und „Inside Llewyn Davis“. Wer Joy Division mag, beginnt mit „Control“ von Anton Corbijn.

Auf welchem Streamingdienst laufen die Filme?

Das ändert sich ständig, deshalb nennen die Artikel keine feste Plattform. Ausnahmen sind Produktionen, die ein Dienst selbst hergestellt hat, etwa die Netflix-Filme. Aktuelle Angebote lassen sich über die Suchfunktion der Streamingdienste oder über Suchportale für Filme prüfen.

Warum hat der Juno-Soundtrack einen eigenen Artikel?

Weil er eng mit der Musik verbunden ist, über die das frühere Fanzine KOMAKINO schrieb. Fünf Songs von Kimya Dawson sind darauf, und das Album erreichte 2008 Platz 1 der Billboard 200. Der Artikel führt alle 19 Titel auf und erzählt, wie es dazu kam.