Der Artikel Gesundheitliche Auswirkungen des Rauchens erschien im Mai 2019 und ist einer der ältesten im Ressort Alltag und Gesundheit. Er beginnt mit der Lage in den USA. Dort ist die Raucherquote über Jahrzehnte gesunken, mit großen Unterschieden zwischen den Bundesstaaten: Kentucky und West Virginia lagen damals bei fast 30 Prozent, Utah bei rund 10 Prozent. Die Zahlen stammen aus dieser Zeit und beziehen sich auf die Gesundheitsbehörde CDC. Für Deutschland gelten andere Werte.
Organ für Organ
Der Hauptteil zeigt, dass Rauchen weit mehr betrifft als die Lunge. Der Text geht die Körperbereiche einzeln durch:
- Haut: schlechtere Durchblutung, schlechtere Wundheilung
- Mund: Mundgeruch, verfärbte Zähne, weniger Speichel, ein gedämpfter Geschmacks- und Geruchssinn
- Hände und Füße: Durchblutungsstörungen, im schlimmsten Fall bis zur Amputation
- Atemwege: Lungenkrebs, chronische Bronchitis, COPD
- Herz: ein deutlich höheres Risiko für Erkrankungen der Herzkranzgefäße
- Knochen: Osteoporose und Brüche
- Fortpflanzung: geringere Fruchtbarkeit bei Männern und Frauen, Komplikationen in der Schwangerschaft
Die Liste liest sich nüchtern, und gerade das macht sie eindringlich. Viele dieser Folgen entwickeln sich über Jahre, ohne dass man sie früh bemerkt.
Besonders ausführlich ist der Abschnitt zum Herz. Kein Organ außer der Lunge ist so stark betroffen, schreibt der Artikel: Rauchen erhöht den Blutdruck, macht das Blut gerinnungsfreudiger und verringert die Belastbarkeit. Kommen weitere Risikofaktoren wie Diabetes hinzu, steigt das Risiko noch einmal deutlich. Beim Mund verweist der Text auf verfärbte Zähne und Plaque, ein Thema, das der Artikel über gesunde und weiße Zähne aus der Kategorie Gute Gesundheit aufgreift.
Was sich nach dem Aufhören ändert
Der zweite Teil des Artikels richtet den Blick nach vorn. Ein Rauchstopp lohnt sich in jedem Alter. Das ist in der Medizin allgemein anerkannt: Kreislauf und Atmung erholen sich, und das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall sinkt mit jedem rauchfreien Jahr. Viele ehemalige Raucher merken schon nach einigen Wochen, dass Treppen weniger Mühe machen und Essen wieder kräftiger schmeckt.
Wer aufhören möchte, muss das nicht allein schaffen. Hausarztpraxen beraten zum Rauchstopp, und viele Krankenkassen unterstützen Kurse zur Tabakentwöhnung. Fragen Sie bei Ihrer Krankenkasse nach, welche Angebote es gibt.
Wie verbreitet Rauchen in Deutschland ist
Die Zahlen im Artikel beziehen sich auf die USA. In Deutschland fragt das Statistische Bundesamt im Mikrozensus regelmäßig nach dem Rauchverhalten. Bei der Erhebung 2021 gaben knapp 19 Prozent der Menschen ab 15 Jahren an zu rauchen, Männer häufiger als Frauen. Das Deutsche Krebsforschungszentrum schätzt, dass in Deutschland jedes Jahr rund 127.000 Menschen an den Folgen des Rauchens sterben.
Passivrauch: wer nicht raucht, atmet mit
Tabakrauch belastet nicht nur die Person mit der Zigarette. Wer regelmäßig in verrauchten Räumen sitzt, atmet dieselben Schadstoffe ein, nur in geringerer Menge. Für Kinder ist das besonders ungünstig, weil sie schneller atmen und ihre Lunge noch wächst. In Gaststätten, Behörden und öffentlichen Verkehrsmitteln gelten deshalb Gesetze zum Nichtraucherschutz, deren Einzelheiten jedes Bundesland selbst regelt. In der eigenen Wohnung und im Auto entscheidet dagegen jeder selbst, und genau dort sitzen Kinder am häufigsten mit im Rauch. Lüften hilft dabei weniger, als viele glauben: Ein Teil der Schadstoffe setzt sich in Polstern, Vorhängen und Wänden fest und wird später wieder abgegeben.
Rauchen in anderen Artikeln
Tabak spielt auch außerhalb dieser Kategorie eine Rolle. Im Text über die fünf täglichen Gewohnheiten für ein gesundes Herz geht es um Passivrauch, der auch Nichtraucher belastet. Der Artikel zum sauren Geschmack im Mund aus der Kategorie Hygiene nennt Rauchen als eine von sieben Ursachen. Die Gesundheitstipps für die Schwangerschaft raten werdenden Müttern, ganz auf Tabak zu verzichten.
Alle Artikel dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung.
