Ein säuerlicher Geschmack, der zwischen den Mahlzeiten bleibt, ist lästig. Manchmal verdirbt er sogar den Appetit, weil das Essen nicht mehr so schmeckt wie sonst. Der Artikel Saurer Geschmack im Mund? Hier sind die 7 häufigsten Ursachen vom Mai 2019 geht dem nach. Er stützt sich auf eine amerikanische Familienärztin und ordnet jeder Ursache einen kurzen Tipp zu.
Sieben mögliche Ursachen
Die Liste reicht von harmlos bis behandlungsbedürftig:
- zu wenig Flüssigkeit, die den Mund austrocknet
- Rauchen, das den Geschmackssinn dämpft
- unzureichendes Zähneputzen und fehlende Zahnseide
- Infektionen wie eine Erkältung oder eine Nebenhöhlenentzündung
- Medikamente, darunter einige Antibiotika und Antihistaminika, sowie Krebsbehandlungen
- Reflux, also Magensäure, die in die Speiseröhre zurückfließt
- das Alter, weil die Geschmacksknospen mit den Jahren unempfindlicher werden
Einige dieser Punkte lassen sich im Alltag leicht angehen. Wer ausreichend Wasser trinkt, zweimal täglich die Zähne putzt und einmal am Tag Zahnseide benutzt, hat schon zwei der sieben Ursachen im Griff. Beim Rauchen ist der Zusammenhang besonders deutlich: Der Artikel nennt den sauren Geschmack ausdrücklich als einen weiteren Grund, mit dem Rauchen aufzuhören.
Andere Ursachen lassen sich nicht einfach abstellen. Ein Antibiotikum nimmt man, weil man es braucht, und das Alter lässt sich nicht zurückdrehen. Hier hilft es, die Ursache zu kennen, damit der Geschmack nicht unnötig beunruhigt. Wer ein Medikament im Verdacht hat, setzt es bitte nicht eigenmächtig ab, sondern fragt in der Praxis oder in der Apotheke nach.
Hände waschen und Abstand halten
Bei Infektionen geht der Artikel über den Mund hinaus. Er empfiehlt, die Hände oft zu waschen, sie vom Gesicht fernzuhalten, besonders von Mund, Nase und Augen, und engen Kontakt mit kranken Menschen zu meiden. Diese Ratschläge sind nicht neu, aber sie gehören zu den einfachsten Mitteln gegen Erkältungen, und spätestens seit 2020 kennt sie fast jeder.
Beim Händewaschen selbst kommt es weniger auf die Seife an als auf die Zeit. Empfohlen werden 20 bis 30 Sekunden, damit Schmutz und Keime sich lösen. Dabei sollten auch Fingerspitzen, Daumen und die Haut zwischen den Fingern eingeseift werden. Danach gründlich abspülen und die Hände gut abtrocknen, am besten mit einem eigenen Handtuch.
Bei Reflux nennt der Text ebenfalls Änderungen im Alltag: kleinere Portionen, einige Stunden vor dem Schlafengehen nichts mehr essen und den Kopf im Liegen etwas höher lagern.
Zähne putzen: wie lange und womit
Zwei der sieben Ursachen haben mit der Mundhygiene zu tun, deshalb lohnt ein Blick auf die Grundlagen. Zahnärztliche Fachgesellschaften empfehlen, zweimal täglich etwa zwei Minuten lang mit fluoridhaltiger Zahnpasta zu putzen. Die Zwischenräume erreicht die Bürste nicht, dafür sind Zahnseide oder kleine Interdentalbürsten da, einmal am Tag. Auch die Zunge sammelt Beläge, die den Geschmack beeinflussen, und lässt sich mit der Zahnbürste oder einem Zungenschaber reinigen.
Die Zahnbürste oder der Bürstenkopf sollte etwa alle drei Monate gewechselt werden, früher, wenn die Borsten abstehen, und auch nach einer Erkältung.
Wann der Weg in die Praxis sinnvoll ist
Ohne weitere Beschwerden ist ein saurer Geschmack meist kein Grund zur Sorge. Hält er länger an, kommt er zusammen mit Sodbrennen, Schmerzen oder anderen Symptomen oder tritt er nach einem neuen Medikament auf, sollten Sie ihn in der Hausarzt- oder Zahnarztpraxis ansprechen. Ein Artikel kann die Ursache nicht feststellen.
Mehr zu Zähnen und Mundgesundheit
Wer sich für Mundhygiene interessiert, findet in der Kategorie Gute Gesundheit einen eigenen Text über gesunde und weiße Zähne, mit Tipps zu Zahnseide, Munddusche und zuckerfreien Getränken. Und im Artikel über die fünf täglichen Gewohnheiten für ein gesundes Herz taucht die Zahnseide überraschend wieder auf, weil Zahnfleischentzündungen mit Herz-Kreislauf-Risiken in Verbindung gebracht werden.
